Zitate

Albert Schweitzer

Das Wenige, was DU 

       tun kannst, ist viel.

                 
                      Albert Schweitzer

 
Gründungserklärung | Drucken |

Liebe Freunde der Gentechnikfreien Landwirtschaft,

Am Freitag, den 1. September 2006 trafen sich in Deutsch Bork 20 Landwirte um die Anbauregion „Felder ohne Gentechnik im Fläming" offiziell ins Leben zu rufen. An dieser Initiative beteiligen sich momentan 34 konventionell und ökolgisch wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe von Görzke bis Dahme und Potsdam bis Wittenberg.

Die Betriebsgröße der einzelnen Mitstreiter liegt zwischen 4 und 1570 ha. Sie verpflichten sich in einer freiwilligen Selbstverpflichtungserklärung auf ihren landwirtschatlichen Nutzflächen kein gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut einzusetzen. Seit Beginn der Initiative im März diesen Jahres ist die Gesamtfläche für die gentechnikfreie Landnutzung auf 10.040 ha angestiegen. Auch Imker und Fischzuchtbetriebe schließen sich der gentechnikfreien Landwirtschaft an. Für die ökologisch wirtschaftenden Bauern ist dies überlebensnotwendig.

Der Film „Tote Ernte" zeigte den Anwesenden, langjährige Erfahrungen aus Canada, wo die Firma MONSANTO (z.B. beim Raps) von den Bauern sogar Nachbaugebühren verlangt, wenn durch Wind und Pollenflug ihr patentiertes GEN-Saatgut auf die Nachbarfelder gelangt! Hunderte Strafverfahren treiben Canadische Farmer bis in den Ruin. Alle Zuschauer waren sich einig, dass eine Koexistenz (Nachbarschaft) von Gentechnik- und Gentechnikfreier Landwirtschaft nicht möglich ist.

Die evang. Kirche in Brandenburg hat schon 2001 beschlossen, dass „kein gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut auf dem Pachtgrundstück ausgesät und gepflanzt werden darf" (Ergänzung im Pachtvertrag). Dies war der Anfang, zumindest eine gute Grundlage, für die Schaffung von Gentechnikfreien Regionen in Brandenburg!

Mit der jetzt aktenkundigen Rücknahme der geplanten Gen-Maisflächen in Brück und Welsickendorf bleiben die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming, bis auf ein Versuchsfeld (0,7 ha) in Dahnsdorf, weiterhin GVO-frei. Ein Zeichen dafür, dass die Landwirte im Fläming verantwortungsbewusst mit dem Risiko Gentechnik umgehen und auf faire Nachbarschaft Wert legen! Unsere Initiative „Felder ohne Gentechnik im Fläming" will durch Aufklärung und Information dazu beitragen, dass die Sicherung einer gentechnikfreien Landwirtschaft ein wichtiges Thema in unserer Region wird. In Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Partnern werden Landwirte und Verbraucher für die Problematik der Gentechnik sensibilisiert. So können ab sofort die Filme (DVD) „Leben außer Kontrolle" und „Tote Ernte", z.B. für den Biologie- oder auch Konfirmandenunterricht, bei uns kostenlos ausgeliehen werden.

Unsere Mitglieder haben Punkte in die Landschaft des Fläming gesetzt, in der Hoffnung, dass recht bald eine geschlossene gentechnikfreie Region daraus wird. Anfang Juni gab es 93 gentechnikfreie Regionen in Deutschland. Insbesondere im Süden haben die Akteure erkannt, dass der mögliche Image- oder Vermarktungsschaden für die Bauern in der Region größer sein dürfte als der behauptete betriebswirtschaftliche Vorteil für den einzelnen Landwirt. „Der Bayrische Bauernverband lehnt die Patentierung von Pflanzen und Tieren entschieden ab. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen lehnen die Kreisobmänner die kommerzielle Nutzung der Gentechnik in der Landwirtschaft ab. [...] Problemstellungen, die durch BT-Mais gelöst werden sollen, sind eigenständig wie bisher z.B. durch angepasste Fruchtfolgen sowie ackerbauliche Maßnahmen zu lösen..." (BBV 04.05.2006)


In Brandenburg befinden sich derzeit über die Hälfte der Gen-Maisflächen Deutschlands!

Warum eigentlich?